Am aufsteigenden Ast

im Botanischen Garten

im Botanischen Garten

Nachdem mir hier so viele von Euch gute Besserung gewünscht haben und liebe Grüße und Gedanken da gelassen haben, über die ich mich sehr gefreut habe und die mir über eine schwierige und oft einsame Zeit hinweggeholfen haben, wollte ich Euch auch an den positiven Entwicklungen teilhaben lassen: Heute war ich nach langer, langer Zeit endlich mal wieder 20 Minuten im Botanischen Garten spazieren, fast ohne Gleichgewichtsprobleme und fast ohne Herzklopfen! Und es war so schön! Und ich will das jetzt jeden Tag machen (realistisch sein: fast jeden). Kurz nach meinem vorletzten Posting wurde von der Lungenärztin tatsächlich eine Lungenentzündung diagnostiziert und ich bekam ein weiteres Antibiotikum, dessen Beipackzettel zwar einem Horrorroman gleicht (da kann man diverse Tode sterben), das aber endlich angeschlagen hat. Das Fieber sank und ich konnte besser husten. Einen “kleinen” Rückschlag gabs dann vor etwas mehr als einer Woche als ich mit Atemnot (hatte ich vorher gar nicht) ins Krankenhaus gekommen bin, wo ich dann eine Nacht bleiben durfte (für mich hat sich das erstaunlicherweise wirklich wie “dürfen” angefühlt, endlich fühlte ich mich sicher und medizinisch/pflegerisch gut versorgt). Danach ging es dann wirklich bergauf. Das erste Essen, das ich mit Appetit gegessen hab, war interessanterweise das Krankenhausfrühstück- seitdem esse ich jeden Tag 4-5 Mahlzeiten: hauptsächlich Käse, Bohnen, Gemüse, Lebkuchen und (Vegetarier und Veganer bitte weghören): Fleisch! Scheine Eiweiß zu brauchen, was mich nicht wundert, wenn ich mir meine spindeldürr gewordenen Beinchen anschaue: dort wo früher die Stiefel kaum zuzubekommen waren, klafft ein 2 cm breiter Spalt. Schon erstaunlich, in welch kurzer Zeit sich der Körper verändern kann, wenn man ihn kaum bewegt. Entsprechend wackelig war ich bei den ersten Ausflügen auf den Beinen: der Weg zum Taxistand an der nächsten Straßenecke erschien mir beinahe unüberwindlich und ich war fertig und komplett außer Atem, als ich dort angekommen war. Umso erstaunlicher finde ich, dass die 20 Minuten im Park heute schon so gut geklappt haben, und ich bin zuversichtlich, dass ich bald wieder soweit hergestellt bin, dass ich arbeiten gehen kann und all die anderen schönen Dinge machen kann, die man im Krankenstand nicht machen kann (wie zum Beispiel im Stoffladen stöbern oder (warme) Unterwäsche kaufen :-)). Trotzdem wird es sicher noch einige Wochen bis Monate dauern, bis ich wieder ganz die Alte bin, aber damit kann ich gut leben.

Natürlich habe ich mich in den letzten Tagen immer wieder gefragt, warum ich eine Lungenentzündung bekommen habe: War es das Bad im 19 Grad kalten Attersee Mitte September? Habe ich mich bei der Husten mit Fieber-Krankheit meiner Sohnes angesteckt? Habe ich eine Viruserkrankung verschleppt? Vielleicht durch zu strenge Bettruhe? Nehme ich mir generell zu viel vor (auch in der Freizeit, z.B. beim Nähen)? Gibt es ein anderes, bisher unerkanntes Gesundheitsproblem? Eine wirkliche Antwort habe ich nicht gefunden. Vorgenommen habe ich mir aber, meiner Gesundheit in Zukunft wirklich eine höhere Priorität einzuräumen (wie mir auch viele von Euch geraten haben): mehr Bewegung draußen, besser Händewaschen, weniger Stress, mehr Spaß! Ich weiß, dass mich das alles nicht komplett vor Krankheiten schützen wird, aber hoffentlich werde ich ein wenig weniger häufig und weniger schwer krank sein. Euch vielen lieben Dank für die tolle Unterstützung! Passt auf euch auf!

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13 thoughts on “Am aufsteigenden Ast

  1. Ach Gott, grad hatte ich noch einen schönen Kommentar – falsche Taste und er ist verschwunden 😦 ich probiere es nochmal.

    Ich habe mir Gedanken und Sorgen gemacht, wollte schon fragen was Du hast. Leider weiß ich (immer noch) nicht wann man im Internet sowas fragen darf/ wann es angebracht ist und wann nicht. Ich habe mir schon gedacht es könnte ernst sein, jetzt weiß ich es ist ernst.
    Ich schwöre auf TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) keinesfalls statt Schulmedizin aber hervorragen zur Unterstützung und zum Wiederaufbau der Kräfte und des Immunsystems. Eine Freundin hat beste Erfolge mit TCM, bei /nach der Lungenentzündung erzielt.
    Aber gutes Essen, frische Luft und achten auf den Körper ist schon ein Schritt in die richtige Richtung. Lass Dich verwöhnen von deinen Lieben!
    Alles, alles Liebe und gute Besserung!
    Teresa

    • Vielen Dank, dass Du Deinen lieben Kommentar nochmals geschrieben hast! Interessant mit der Unsicherheit, was man im Netz fragen darf: ich meinerseits war nämlich unsicher, was ich preisgeben darf bzw. ob ich mit ausführlichen Krankheitsschilderungen jemand zur Last falle, der/die sich vor allem für Nähen und Mode interessiert. Dann dachte ich aber: ach was, wen das nicht interessiert oder wems peinlich ist, der brauch das ja nicht lesen. Und so wirds vielleicht auch mit den Fragen sein, aber ich bin in solchen Dingen genauso unsicher wie Du. Vielleicht wird ja irgendwo mal ein Nettikette Kurs angeboten, der so was auch behandelt 😉
      Viele Liebe Grüße
      Frl. Notter

  2. Ich freue mich, dass es dir langsam besser geht! Und wünsche dir weiter gute Besserung, damit du wirklich jeden Tag in den botanischen Garten (und zum Stoffladen ;)) kannst.
    Liebe Grüße
    Kathi

  3. Mit Lungenentzündung ist nicht zu scherzen, und zu viel Bettruhe gibt es in dem Fall nicht! Vor allem sagt dir dein Körper eh was er braucht. Und wenn du schon wieder Lust auf spazieren hast, ist es ja gut.
    Ich hoffe du bist bald wieder auf den Beinen, aber gehe es entspannt an. Unterwäsche kann man auch online kaufen.

    • Das ist erst noch eine Idee, zumindest Strumpfhosen könnte ich tatsächlich online kaufen (bei BHs ist das eher keine so gute Idee)! Aber irgendwie fehlt mir halt auch das Schlendern und Stöbern…
      Du hast Recht, wenn man erstmal eine Lungenentzündung hat, ist Bettruhe unerlässlich. Tatsächlich ist aber Bettruhe (das flach Liegen) ein wichtiger Risikofaktor für Lungenentzündungen, solange man noch keine hat. Das war mir vorher nicht bewusst. Aber es muss erstens natürlich nicht der Grund sein und zweitens kommt man eben auch bei fiebrigen grippalen Infekten ums Liegen nicht herum. Die Spaziergänge jetzt sind tatsächlich ärztlich verordnet, die Infektion ist weitgehend ausgeheilt und jetzt geht es darum, dass ich wieder auf die Beine komme, ausdauernder werde und Sicherheit gewinne. Ich werd`s nicht übertreiben, ich versprechs!
      Liebe Grüße
      Frl Notter

  4. Ich freue mich für dich, dass es dir endlich besser geht und wünsche dir, dass das auch so bleibt!
    Dass Du dich von nun an bessesr um deinen Körper kümmen möchtest halte ich für eine tolle Idee und ich sollte das auch häufiger beherzigen (;
    Alles Liebe,
    ich freue mich wieder von dir zu hören!
    Deine Freja.

    • Vielen Dank für Deine lieben Wünsche!! Sich mehr um den Körper kümmern ist sicher für die meisten gut, aber nicht als zusätzliche Pflicht (wir haben eh genug Pflichten), sondern als was, was Spaß macht und gut tut. Ab und zu sollte man aber auch mal über die Stränge schlagen dürfen, eine vollständig gemäßigte, vernünftige Jugend stelle ich mir furchtbar vor 😉
      Viele liebe Grüße
      Deine Notterin

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