Working Girl Sew Along: Zieldefinition

"communication line"

“communication line”


Alex von Mamamachtsachen hat sich wieder einen tolles Sew Along ausgedacht: wir nähen “Arbeitsgarderobe”. Dort wo ich arbeite (ja genau, das Bild zeigt tatsächlich “mein” Bürogebäude- falls jemand kennen sollte, bitte nichts verraten…) gibt es im Grunde nicht wirklich einen Dresscode. Manchmal gibt es Anweisungen vom “obersten Chef”, bei diesem oder jenem Anlass doch bitte “Business” zu tragen, was dann aber wiederum von den Angestellten recht frei interpretiert wird. Führungskräfte sind meist etwas besser angezogen, aber das trifft interessanterweise hauptsächlich auf männliche Führungskräfte zu, bei den Frauen scheint interessanterweise eher zu gelten: je höher auf der Karriereleiter desto casual (habt ihr bei Euch so etwas auch schon beobachtet?)
Trotzdem hätte ich gerne etwas richtig Schickes, z.B. für wichtige Termine, bei denen ich mich superstark und superkompetent fühlen möchte 🙂 Was stelle ich mir da vor?
Obwohl ich eine heimliche Vorliebe für klassische Herrenmode habe (eine Zeitlang war ich sogar in einem Männermodeforum aktiv- ich kann selbst nicht so genau sagen, warum) wohl eher keinen Hosenanzug, besonders deshalb, weil die schmalen Hosen, wie sie zur Zeit modern sind, nicht wirklich zu meiner Figur und zu meinem Stil passen. Ähnliches gilt für das klassische Etuikleid. Eher hatte ich an einen ausgestellten Rock mit einigermaßen taillierter Bluse und tailliertem Kurzblazer oder Wickeljacke gedacht. Weil das, was die Silhouette betrifft, nicht wirklich klassisch ist, sollen die Materialien umso klassischer sein: typische Anzug- und Hemdenstoffe in grau und schwarz und ein hochwertiger fester weiße Blusenstoffe (hellblau und rosa wären auch hübsch, stehen mir aber nicht). Das würde von den Farben auch gut zu meiner geplanten von arktischen Prinzessinnen inspirierte 😉 Herbst-/Wintergarderobe passen. Ich glaube in so etwas würde ich mich sowohl klassisch gut angezogen also auch stilistisch “zuhause” fühlen. Mal sehen , ob es gelingt.
Und jetzt gehe ich schauen, was die anderen “working girls” so planen.

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15 thoughts on “Working Girl Sew Along: Zieldefinition

  1. Das klingt nach einer angenehmen Arbeitsumgebung und nach tollen Nähplänen! Ich bin gespannt, wie du einen ausgestellten Rock und Bluse etwas Männer-like nähst – ein taillierter Kurzblazer ist doch schon einmal toll! Spontan habe ich dabei an den Gertie-Blazer gedacht mit Tellerrock dazu, in einem klassischen Anzugsstoff sieht das sicher toll aus, aber ich glaube der Blazer ist mühsam zu nähen, weil der Schnitt schlecht gemacht ist.

    • Ja, zur Zeit ist es tatsächlich sehr angenehm und anregend!
      Oh je, Gertie ist schwer zu nähen? Ich hatte nämlich tatsächlich an das Gertie Misses Jacket mit dem glänzenden Wickelband gedacht (Butterick B6105). Meinst Du das? Dann überlege ich es mir vielleicht nochmal…Danke Dir auf jeden Fall für den Hinweis!

      • Also nee, ich dachte dabei an den Blazer aus Gerties Buch, der von vielen nachgenäht wurde und glaube ich ein ziemliches Gebastel sein soll. Aber man kann ja auch an einem Schnitt mal herumbasteln, hat auch was 😀 Dein vorgeschlagener Blazer gefällt mir aber sehr gut!!

  2. Ich melde Protest an! Ich fühle mich bei dem Thema “Working Girl sew Along” ausgegrenzt. Ich arbeite auf einer Intensivstation und wir tragen blaue Einheitskleidung. Übrigens Männlein und Weiblein tragen die gleiche Kleidung! 😉
    Ich wünsche Dir viel Spaß und viel Erfolg! Bin auf das Ergebnis gespannt! 🙂

  3. Deine Beobachtung, das Frauen weiter oben schlechter angezogen sind, kann ich bestätigen. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass es für Männer einfacher ist (Stichwort “Uniform”). Natürlich kann man als Frau auch Uniform tragen, aber es gibt so viel mehr und dafür braucht man auch ein bissl Gespür. Oder hat es damit zu tun, dass eine Frau in Deutschland entweder nur kompetent oder nur schön sein darf?

    LG und viel Erfolg!
    anne

    • Interessante Gedanken zur Beobachtung der “schlecht angezogenen” Frauen in Führungspositionen! Ja, wahrscheinlich ist beides richtig. Gerade in Berufen, die mit hoher Intelligenz in Verbindung gebracht werden (Wissenschaft etc.) sind gerade Frauen oft sehr unscheinbar angezogen und die Schicken fallen richtig auf. Und die Männer haben es mit ihrer Uniform tatsächlich leichter, zumindest einigermaßen “geschniegelt” auszusehen, auch wenn sie weder Zeit noch Lust noch Ahnung haben…

  4. Der Eisprinzessinnen-Post hat mich fasziniert. ich fände es toll, wenn du Ideen dort, teilweise in deine Arbeitsgarderobe einfließen lassen könntest. Etwas Extravaganz wirst du ja schon durch die Silhouette reinbringen. Ich bin gespant. LG, Anni

    • Oh das freut mich, dass Du das interessant fandest 🙂 Ja, ich habe auf jeden Fall vor, das hier ein wenig einfließen zu lassen. Gerade durch den lockeren Dresscode ist das ja möglich (muss ja nicht gleich ein “Tüllschneeball” sein)

  5. Bei der Eisprinzessin im (klassischen) Kostüm und der Anlehnung an die Herrenmode musste ich spontan an Marlene Dietrich denken. Da finden sich einige Deiner Stilelemente wieder. LG, Ulrike

    • Das ist ein super Hinweis, vielen Dank! Ich mag den Marlene -Stil nämlich tatsächlich sehr gerne und hatte auch schon mit einer Marlene-Hose geliebäugelt. Da gab es doch vor einigen Jahren ein Burda-Heft dazu, muss glaub doch mal schauen, ob ich das irgendwo bekommen kann…
      Liebe Grüße
      Frl. Notter

  6. Mit ausgestellten Röcken wäre ich im Beruf etwas vorsichtig. Wobei natürlich Tellerrock und sowas immer geht, ich finde es nur irgendwie – für mich – unpassend, wenn die dann zu weit abstehen. Das ist für mich eher was für den Abend. Aber bei den Blazern kannst Du Dich wunderbar austoben, es gibt total schöne und weibliche Schnitte. Der hier: http://voguepatterns.mccall.com/v1440-products-49522.php?page_id=862 steht z.B. auf meiner Liste.
    Ich bin schon sehr gespannt auf Deine Umsetzung!

    • Stimmt, bei einen strengen Business-Dresscode wäre ein ausgestellter Rock (zu denen ich einen Tellerrock unbedingt dazuzählen würde) sicher nicht angebracht. Da sich aber bei uns niemand so kleidet (selbst bei wichtigen Terminen nicht) kann ich da ruhig ein wenig abweichen, zumal bei meiner Figur (“top-heavy”) ein ausgestellter Rock oder eine unten etwas weitere Hose sehr günstig ist. Kommt sicher auch auf Stoff und Fall an, ein Petticoat würde ich wohl eher nicht drunter ziehen. Das ist dann doch eher was für Abend und Freizeit, da gebe ich Dir Recht.

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