5 Capsule Wardrobe-Regeln, an die ich mich nicht gehalten habe…

Lieblingskombinationen aus meiner Capsule Wardrobe

Lieblingskombinationen aus meiner Capsule Wardrobe

Regel Nr. 1: Eine Capsule Wardrobe besteht aus einem fixen Set von Kleidungsstücken, das am Anfang der Saison festgelegt wird. Bei mir hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich meine Garderobe wirklich zusammen hatte, und ich habe bis vor kurzem noch Teile dazu genommen (oder aussortiert) wenn ich gemerkt habe, dass ich etwas anderes brauche.

Regel Nr. 2: Eingekauft wird nur in einem fix umrissenen Zeitraum kurz vor Beginn der Saison. Ich habe hingegen jetzt schon einen phantastisch warmen Islandpulli für den Winter gekauft. Gut, die Gelegenheit war sozusagen einmalig (eine Konferenz in Reykjavik) aber ich halte generell nicht viel von dieser Regel. Kleidung aussuchen und kaufen (oder nähen) ist schwierig genug, da möchte ich mich nicht auf wenige Tage im Jahr beschränken. Darüber hinaus habe ich auch weiterhin Stücke für meine Sommergarderobe genäht (auch nicht geplante).

Regel Nr. 3: Alles was nicht in der Capsule Wardrobe landet, wird weggegeben oder weggepackt. Ich habe am Anfang der Saison tatsächlich viel aussortiert und habe alle Kleidungsstücke, die nicht Teil der Capsule Wardrobe waren, auch in ein separates Schrankfach geräumt. Einige von ihnen wurden dann aber doch wieder “ausgehoben”. Aufgrund des extrem heißen Sommers brauchte ich einfach mehr leichte Teile. Fände es auch irgendwie schade, Kleidungsstücke, die ich eigentlich mag und gebrauchen kann, nicht zu tragen, nur weil sie gerade nicht ins aktuelle Stil- und Farbkonzept passen.

Regel Nr. 4: Eine Saison dauert 3 Monate. Meine dauert von Mai bis Mitte September. Zuerst fand ich das eine unglückliche Entscheidung, weil es im Mai doch teilweise noch ziemlich kalt war und ich so ganz unterschiedliche Kleidungsstücke (von Pulli und Jacke bis Sommerkleidchen) in meiner Garderobe gebraucht habe. Aber inzwischen finde ich das gar nicht so schlecht. Erstens wechselt das Wetter ja immer wieder und es kann schon im Mai heiß und im August kalt und regnerisch sein und zweitens würde mich eine neue Garderobe alle 3 Monate total überfordern, schließlich habe ich ja auch noch andere Hobbys 😉

Regel Nr. 5: Eine Capsule Wardrobe besteht aus 33 (oder 38 oder 54….) Kleidungsstücken. Jetzt wird’s ernst: meine aktuelle Garderobe besteht aus 4 kurzen Kleidern, 2 langen Kleidern, 2 Hosen, 4 Streifenshirts, 2 Wickelshirts, 2 Tops, 2 Blusen, 4 Röcken, 2 Blazern, einem Jäckchen, 2 Jacken, 4 Paar Schuhen, 2 Pullis, einem Tuch, einer Tasche und 2 Hüten + 4 vielleicht-Teilen, die die Garderobe schnell wieder verlassen haben. Macht 36 bis 40 Teile…

Die große Frage lautet jetzt (in den Worten meiner Arbeitskollegin ;-)): „Gilt das denn überhaupt noch?“ Meine Antwort: Es kommt darauf an. Wenn man das Konzept der Capsule Wardrobe als Herausforderung (Challenge) begreift, ob man in einer gegebenen Zeit mit einer gegebenen Zahl von Kleidungsstücken auskommt, dann habe ich dieses Ziel wohl so ziemlich verfehlt. Wenn man es aber eher als Anregung begreift, eine gut kombinierbare, irgendwie zusammenpassende Garderobe für einen bestimmten Zeitraum tatsächlich zu planen (anstatt jeden Morgen von neuem zu überlegen, was man bloß anziehen könnte, und zwischendurch in Panikkäufe zu verfallen) dann war es bis jetzt für mich tatsächlich ein ziemlicher Erfolg. Ich freue mich schon auf die meine Herbst-Wintergarderobe!

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2 thoughts on “5 Capsule Wardrobe-Regeln, an die ich mich nicht gehalten habe…

  1. Ich musste letzte und diese Saison unfreiwillig Capsule Wardrobes gehabt, weil Schwanger und dann neue Figur. Jetzt im Sommer waren das fünf selbstgenähte Kleider, eine Kaufhose und zwei Kaufshirts. Weil ich daheim eh nichts an hatte, komme ich gut aus. Aber freiwillig so wenig Auswahl… Ne.

  2. Das ist ja dann auch wirklich eine sehr kleine Capsule Wardrobe, da verstehe ich gut, dass Du so etwas freiwillig nimmer machen magst. Für mich war es eine gute Anregung, bewusst eine Garderobe zusammenzustellen und ich glaube ich hatte diese Saison sogar mehr Teile zu Verfügung (zumindest Teil, die ich gerne trage) als im Sommer davor. Und genau so würde ich es auch in Zukunft halten: als Anregung, mir Gedanken zu machen, was ich möchte und brauche und nicht als Beschränkung auf x Kleidungsstücke.

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